Die „Freitagsbrigade“ des Verschönerungsvereines arbeitet unermüdlich.

Am südlichen Weinberg in Calbe wird auch über den Sommer unermüdlich durch Mitglieder des Verschönerungsvereines an der Rekonstruktion der Findlingsanhäufungen gearbeitet.

Jeden Freitagvormittag trifft sich die „Freitagsbrigade“ an der idyllisch gelegen Baustelle, um die am Weg liegenden Findlinge vom Unkraut zu befreien und wieder sichtbar zu machen.

Es ist unglaublich, wie die Natur im Laufe der Jahre die Steine durch Unkraut verdeckt und unansehnlich gemacht hat. Hier gab und gibt es viel zu tun durch die Mitglieder, aber jetzt sieht man ihn wieder – den Goethestein, hier ist derzeit die Hauptbaustelle.

Alte Betonfugen entfernen und durch Neue ersetzen, Steine abkärchern und teilweise wieder so herrichten, wie es nach historischem Muster gewesen ist. Eine große Herausforderung war und ist, die rechts vom Goethestein liegende Treppe, die durch Unkraut verdeckt und teilweise verfallen war, wieder freizulegen und teilweise neu zu errichten. Dazu musste ein neuer Unterbau hergestellt werden, um anschließend mit den alten Bruchsteinplatten die historische Treppenanlage neu entstehen zu lassen. Daran wird derzeit noch gearbeitet.

Wer den Goethestein kennt weiß, dass es hier schon immer einen eingemauerten Löwenkopf gab, aus dem früher Quellwasser des Weinberges gelaufen ist. Die „älteren Bürger“ können sich erinnern, dass man hier seinerzeit Osterwasser in Kannen geholt hat. Aber dieser Löwenkopf ist schon lange „trocken“!

Dieser Historie aus vergangenen Zeiten folgend, haben sich die Mitglieder des heutigen Verschönerungsvereines die Aufgabe gestellt, diesen Löwenkopf wieder zum „Speien“ zu bringen.

Die Realisierung scheint komplizierter als anfangs gedacht. Probeschachtungen haben ergeben, dass alles verkrautet und versotten ist, aber mit akribischem Aufwand, den wir ja bekanntlich nicht scheuen, könnte es dann schließlich doch noch gelingen, wieder Wasser aus dem Berg laufen zu lassen. Lassen wir uns alle überraschen, ob es gelingt.

Parallel zu den Arbeiten wird mit einem Steinmetzmeister an der Umsetzung der historischen Texte gearbeitet. Alle Beschriftungen wurden recherchiert und können so, wie vor über Einhundert Jahren, wieder in den Stein gemeißelt werden.

Bis dann mal alles fertig ist, gibt es noch einiges zu tun.

Die gesamten Arbeiten am Schillerstein, Goethestein, der Steingruppe von Friedrich dem Großen und ggf. weiterer Steine, werden voraussichtlich noch bis ins nächste Jahr gehen.

Der Gesamtumfang der Rekonstruktion ist schon beträchtlich und erfordert sicherlich noch so manchen Schweißtropfen von den Mitgliedern der „Freitagsbrigade“. Deshalb ist es auch sehr lobenswert und notwendig, dass sich immer wieder Spender finden, die unser großes Gemeinschaftswerk für unsere Heimatpflege unterstützen. Mitunter werden wir an der Baustelle nach unserer Spendenkontonummer gefragt, hier vorsorglich für mögliche weitere Unterstützer unsere Spendenkonto IBAN   DE 55 800 555 000 360144438 Salzlandsparkasse