Verschönerungsverein geht schon in Winterpause in die Offensive

Volksstimme vom Dienstag, 05.02.2013

Foto A.Pinkert

Mit neuen Sonderbriefmarken der biberpost, Postkarten und Ansteckern werben die Ehrenamtlichen für ihre Projekt am Saaleufer.

Von Andreas Pinkert

 

Calbe. Das ungemütliche Wetter ist derzeit alles andere als dafür geeignet, um weiter an der Neugestaltung des Saale-ufers am Schiffsanleger in der Bernburger Straße zu bauen. „Sobald es die Witterung einigermaßen erlaubt, werden wir weitermachen“, kündigt Rudolf Conrad, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Calbe (VVC) an. „Ein Aufruf an alle Calbenser wird zu gegebener Zeit erfolgen.“ Dann werden wieder viele fleißige Hände gebraucht, die sich für die weitere Verschönerung der Saalestadt einsetzen wollen. „Nicht reden und ständig über dies und jenes im Stadtbild meckern, sondern einfach mal mit anpacken“, ermuntert Conrad vor allem die ewigen Nörgler zum Mitmachen. Die 78 ehrenamtlichen Mitstreiter des VVC wollen mit der Saalemauer samt Schiffsanleger ein uraltes „Sahnestück“ der Stadt für alle Bürger und Gäste wieder erlebbar machen. Dazu integrieren sie den Calbenser Saalebogen wieder mehr ins Stadtbild. Eine neue Treppenanlage hinab zum Saaleufer und Bänke sind entstanden. Nun soll sich unterhalb des Denkmals weiter in Richtung Stadtmitte vorgearbeitet werden.

„Wir werden unter anderem eine Holzbrücke hinauf zur Bernburger Straße Ecke Neustadt errichten“, erklärt der diesjährige Wilhelm-Loewe-Preisträger Klaus Weila.

Eine Winterpause gibt es für den VVC nicht. Die Mitgliederwerbung läuft weiter auf vollen Touren. Neu-Mitstreiter Heiko Neuling hat zusammen mit dem Verein eine Sonderbriefmarke der biberpost zu 45 Cent gestalten und auflegen lassen. Sie sind im Geschäft in der Grabenstraße erhältlich. „Daneben steht eine Spendendose, mit der für den zweiten Bauabschnitt gesammelt wird“, sagt Neuling. „Jeder Cent zählt und kommt letztendlich allen zugute.“ Daneben werben selbst gestaltete Postkarten für den Verein und seine Projekte. Außerdem liegen Mitgliedsanträge aus, die gleich vor Ort ausgefüllt werden können. „Der Mitgliedsbeitrag kostet einen Euro im Monat“, sagt Conrad.