Wiederherstellung der umfangreichen Findlingsbeschriftungen

Im gesamten Bereich des Verschönerungsweges, von der Großen Fischerei, vorbei an der Teichanlage bis zum Weinberg befinden sich aufgehäufte Findlingsteine die an den 1881 gegründeten Verschönerungsverein erinnern.

Unternehmer und Bürger der damaligen Zeit hatten, wie auch die Mitglieder des heutigen Verschönerungsvereines, die gleiche Intension !

Die Verschönerung ihrer Stadt mit ihren vielfältigen Anlagen am hohen Ufer der Saale.

Zur Erinnerung an Persönlichkeiten aus der Zeit der Befreiungskriege, aber auch an Persönlich-keiten aus Kunst und Kultur dieser Zeit, sollen die Beschriftungen an den markanten Punkten der Findlinge wieder hergestellt werden.

Es ist ein wahnsinnig spannendes Thema, finden die Vereinsmitglieder, aber auch ein sehr auf-wendiges und vor allem kostenintensives Unterfangen, auf welches wir uns hier einlassen wollen.

Schon die Beschaffung der ehemaligen Innenschriften in den Findlingen, setzte umfassende Recherchen voraus. Aber es ist gelungen, mit Hilfe von vielen an der Geschichte interessierten Leuten, diese wieder ausfindig zu machen.

Damit nicht genug, die damaligen Texte sollen nun wieder „in Stein“ gehauen werden. Ein sehr großer Aufwand an Steinmetzarbeiten zeichnet sich jetzt schon ab !

Wir haben, wenn wir das gesamte Areal wieder nach altem Vorbild herstellen und beschriften wollen, wie es einst vor über Einhundert Jahren gewesen ist, mind.10- 15 Findlingsteine mit verschiedenen Texten in den unterschiedlichsten Preislagen pro Text zu rekonstruieren.

Das ist natürlich nur nach und nach, in Jahresscheiben, machbar.

 

Die Preise pro Text beziffern sich bei kurzen Texten ab 250,- €  über 500,- € bis zu 1500,- €  ! 

Und deshalb unsere Spendenaktion und der Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger und an unsere Gewerbetreibenden und Unternehmen von Calbe, uns dabei zu unterstützen.

 

Einige Findlingsbeschriftungen als Beispiel.

Am Verschönerungsweg befindet sich u.a. der Luisenstein.

„Zur Erinnerung an die unvergessliche Königin Luise, Preußens guter Engel in schwerer Zeit.“

 „Wer nie sein Brot mit Tränen aß, wer nie die kummervollen Nächte auf seinem Bette saß, der kennt Euch nicht ihr himmlischen Mächte.“ 

 

 

Am Weinbergweg, hinter der  Saalebrücke unterhalb der sogenannten Wunderburg  an einem bewaldeten Hang, befinden sich u.a. der Schillerstein und der Goethestein, die wieder in altem Glanz rekonstruiert werden sollen.

Am Fuße der Wunderburg wurde aus Anlaß  des 100. Todestages von Schiller, im Jahre 1905 vom damaligen Verschönerungsverein der „Schillerstein“ gesetzt. Auch das Medaillion mit dem Konterfei Schillers ist noch zu sehen.

„Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis.“

Im Jahre 1907 ist ein weiterer, ursprünglich in Stein gefaßter  Quell in den „Goethebrunnen“ verwandelt worden.

Auf einem Stein ist das Medaillonbild des großen Dichters und auf einem anderen Stein der Spruch :

„Des Menschen Seele gleicht dem Wasser, vom Himmel kommt es und wieder zur Erde muß es, ewig wechselnd.“

Übrigens, am Goethestein ist noch ein Löwenkopf aus dem zu früheren Zeiten sehr sauberes   Felsenwasser gesprudelt ist. Viele Leute haben es vor Jahrzehnten in Kannen geholt. Heute scheint die Quelle versiegt zu sein, vielleicht wird sie ja mit der Rekonstruktion wieder aktiviert ?

Das waren nur einige Beispiele zu unserem großen Vorhaben der Findlingsbeschriftungen.

Neben der Beschriftungen der Steine soll das gesamte Umfeld der Anlagen durch den Verschönerungsverein gesäubert und neu verfugt werden. Schadhafte Stellen werden ausgebessert oder erneuert.

Auch diese Maßnahme wir dann über das Jahr 2018 hinaus gehen.

Der groß angelegte Aufwand lohnt sich !

Einerseits wird die große Geschichte für unsere Nachwelt wieder erlebbar gemacht und hoffentlich noch in Jahrzehnten unsere Menschen daran erinnern, das es in unserer Stadt zu jeder Zeit engagierte Bürger gab, die sich für das Gemeinwohl eingesetzt und das grüne Umfeld am hohen Ufer der Saale erhalten haben.

 

Es lohnt sich weiterhin dieses Areal zu rekonstruieren, da  im Rahmen der Hochwasserschadens-beseitigung auch der Radweg von Damaschkeplan über die Schweineschlucht und den Weinbergweg entlang der Saale durch eine 100% ige Förderung durch Land und Bund eine neue Asphalt-bzw-Betondecke erhält und somit das gesamte Areal stark aufgewertet und auch touristisch an Bedeutung gewinnen wird.

 

Ebenso fügen sich auch die bereits geschaffenen Sehenswürdigkeiten des „Tilldenkmales“ und des „Tillweges“ die an Till Eulenspiegel, der sich am Hohendorfer Busch in Saalenähe aufgehalten haben soll, hier ein. Auch das „Ei der Deutschen Einheit“ ( alles von Oskar Werner und seinen Mitstreitern gebaut ) bereichern die „Fahrrad-touristische-Meile“ am Saaleradweg nach Calbe.

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns unterstützen würden, unser großes Vorhaben in die Tat umzusetzen.